Freitag, 23 August 2019 09:37

Es geht los

Von Peter Kuhlendahl

Er sei Fluch und Segen zugleich. So interpretierte Marcel Mutz vor wenigen Tagen im großen RGA-Interview rückblickend den dritten Tabellenplatz, den die HSG Bergische Panther in der vergangenen Saison in der 3. Liga belegt hatte. Wer über die Aussage des Panther-Trainers zunächst ein wenig verwundert war, brauchte am vergangenen Samstag nur in der Pressekonferenz nach dem Pokalspiel gegen den Wilhelmshavener HV genauer hinzuhören. Denn auf die Frage, wer für ihn denn die Hauptkonkurrenten um den Aufstieg in die 2. Bundesliga seien, meinte WHV-Coach Christian Köhrmann: „Hagen, Neuss, Longerich und die Panther.“

„Solche Aussagen ehren einen natürlich und zeigen, welchen Stellenwert wir mittlerweile haben. Aber von der Realität ist das weit entfernt“, sagt Mutz, der dies keineswegs als Tiefstapelei sieht, sondern gleichzeitig auf die Rahmenbedingungen verweist. „In Wilhelmshaven wie auch in Hagen wird unter Profibedingungen trainiert. Das ist bei uns ganz anders.“

Schwieriger Auftakt am Freitagabend bei Eintracht Hagen

HANDBALL

SAISONSTART Für die Drittligisten beginnt an diesem Wochenende die Saison 2019/20. Genau wie für die Teams in der 1. und 2. Bundesliga. Die Mannschaften in allen anderen Ligen müssen erst in rund drei Wochen ran. Am 14. und 15. September, eine Woche nach dem Kreispokalstart, geht es ab der Regionalliga bis in die unteren Klassen dann auch endlich wieder um Punkte.

Wenige Tage nach dem Aufeinandertreffen im DHB-Pokal mit dem einen großen Aufstiegsfavoriten aus Norddeutschland geht es zum Saisonauftakt am Freitagabend nun zum zweiten echten Titelaspiranten. Die Panther sind um 19.30 Uhr beim Zweitliga-Absteiger Eintracht Hagen zu Gast. Und auch da lautet die Einschätzung des Coaches vor der Partie: „Wir gehen wieder als großer Außenseiter in das Spiel.“

Wie schon in der Vorwoche macht Mutz dies an der personellen Situation des Gegners fest. Die Hagener haben den Großteil des Zweitligakaders gehalten und sich weiter gezielt verstärkt. Deshalb tummeln sich in ihrem Team Spieler mit reichlich Erstligaerfahrung aus dem In- und Ausland. So habe die Eintracht mit dem EHV-Pokalsieger Tobias Mahncke und Nils Dresrüsse, Junioren-Weltmeister von 2011, das beste Torhüter-Duo der Liga. Jan-Lars Gaubatz (Gummersbach) und Maximilian Lux (Erlangen/Wetzlar) haben zudem reichlich Bundesligaluft geschnuppert. Und was dieses Team drauf hat, hat es erst am vergangenen Wochenende bewiesen. Da schlug Hagen den Zweitligisten HSV Hamburg mit 30:29 (13:13). Dass man dann gegen den SC Magdeburg bei der 17:46 (6:20)-Niederlage völlig chancenlos war, stünde auf einem anderen Blatt.

Mut macht den Panthern indes, dass sie gegen Wilhelmshaven zumindest eine Halbzeit lang auf Augenhöhe waren. „Dies war in erster Linie unserer Abwehrleistung und einem bärenstarken Keeper Robin Eigenbrod geschuldet“, erklärt Mutz, für den allerdings auch die Gründe offenbart wurden, warum sich der Favorit im zweiten Abschnitt dann doch relativ deutlich durchsetzte. „Wir dürfen uns im Angriff keine einfachen Fehler leisten. Die werden von Teams mit dieser Kragenweite gnadenlos bestraft.“

Panther müssen weiter auf ein Rückraum-Duo verzichten

Dies dürfte derweil nicht nur für die Partie am Freitag gelten. „Die Liga hat unglaublich an Stärke dazugewonnen. Im Prinzip ist für uns jeder Auftritt wie ein Champions-League-Spiel“, betont Marcel Mutz, der in Hagen weiter auf die verletzten Simon Wolter und Justus Ueberholz verzichten muss. „Das tut uns richtig weh.“

Ansonsten gibt es keine weiteren Ausfälle. Auch Neuzugang Bastian Munkel, der sich mit einer Erkältung herumschlägt, wird zum Einsatz kommen.

 

Quelle: https://www.rga.de/lokalsport/panther-wollen-zweitliga-absteiger-kitzeln-12936389.html

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